Archiv der Kategorie ‘Wörter‘

Der Breitarsch

Dienstag, den 11. November 2008

Über diesen bin ich gestolpert, als ich nichts ahnend im Internet nach einer Quitte suchte. Ein Freund aus dem Ausland möchte nach seinem Hausbau nun einen Baum pflanzen und seine Wahl fiel auf eine altdeutsche Quittensorte. Während ich mich also durch die diversen Obstsorten schlage, springt mir mitten im Getümmel zwischen Birne, Plaume & Co. der Breitarsch quasi entgegen. Auf Seite 5 der Sammlung ist er beschrieben als “robust, PR und GR: 10-12, U: Deutschland, ohne Jahr (…) weißgrüne Frucht mit roter Backe”. Ja, es ist ein Apfel! Die eben erwähnte rote Backe macht ihn zum wohlgeformten und breitrunden Vertreter seiner Art. Und das Kauderwelsch will sagen, dass die Pflück- und Genussreife zwischen Oktober und Dezember erreicht ist. Ob der Züchter dieser Art viel verkauft hat?

Vom Adden bei Xing

Donnerstag, den 23. Oktober 2008

Ein (neues) Unwort scheint sich zu etablieren. Statt jemanden in die eigene Kontaktliste bei Xing aufzunehmen, wird er oder sie geadded… Und so gibt es immer häufiger Anfragen wie diese: „Darf ich Sie adden?“ Das Wort alleine ist ein Grund für ein Nein. Doch wie soll man sich ausdrücken? Das ist gar nicht so einfach. Hier ein paar Alternativen:

Darf ich Sie in meinen Kontakten (als einen neuen Kontakt) begrüßen?

Ich würde mich gern mit Ihnen vernetzen. (Wobei „vernetzen“ auch blöd klingt, also vielleicht besser:) Ich würde gern auch über diesen Weg unsere Zusammenarbeit / Bekanntschaft intensivieren / dokumentieren.

Gemeinsam sind wir erfolgreicher. Auch bei Xing…

Man verliert sich so schnell aus den Augen. Über unsere Kontaktlisten können wir das ändern.

Freibad-Lausch

Mittwoch, den 23. Juli 2008

Kleine Anekdote aus dem Schwimmbad. Eine Leonie, etwa fünf Jahre alt, plärrt: „Der Julius hat mich gekniffen.“ Darauf Julius, vielleicht siebenjährig: „Nein, ich habe bloß nipple cripple gemacht.“ Wahnsinn.

Die Kunst, sich zu entschuldigen

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Es ist nicht einfach, sich zu überwinden, einen Fehler einzugestehen, diesen offen zuzugeben und dann auch noch das Zauberwort auszusprechen: Entschuldigung. Statt sich zu aufrichtig entschuldigen, wird meist rumgestammelt, werden Ausreden und Gründe genannt – oder es fällt schlicht ein „Sorry“. Dieses Wort dafür immer häufiger, am Telefon, in E-Mails, und oft auch im beruflichen Kontext. Ich finde, dass ein Sorry keine Entschuldigung ist und im Job nichts zu suchen hat. Es klingt viel zu flapsig, beiläufig, und meist folgt ja auch gleich als Erklärung ein „Aber“. Dabei gibt es so viele schöne Wörter, sich zu entschuldigen:

Ich bitte um Verzeihung.

Es tut mir leid.

Verzeihen Sie bitte.

Ich bedauere es sehr.

Entschuldigen Sie bitte.

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich „Sorry“ nicht mag.

(Altmodisch:) Ich bin untröstlich.

Ihnen fallen sicher noch viele andere Alternativen ein. Oder gefällt Ihnen das „Sorry“?

Flotte Webseite

Dienstag, den 1. Juli 2008

Für einen Kunden haben wir einen neuen Webauftritt konzipiert und gestaltet. Der Kunde ist total glücklich mit der Homepage und schrieb uns zurück: “Ist ja richtig flott geworden.” Flott? Okay, das Wort habe ich noch nie in Zusammenhang mit Websites gehört, aber es ist ein schönes Wort. Und deshalb gehört es hier in unsere Wortsammlung. – Ehrlich gesagt denke ich bei “Flott” immer zuerst an die eklige dicke Schicht auf heißer Milch…