Archiv der Kategorie ‘Gespräche‘

Danke Finanzkrise!

Freitag, den 14. November 2008

Jetzt ist es amtlich. Wir haben eine Rezession, die Finanzkrise hat uns fest im Griff. Eine Katstrophe? – Nein, für viele Leute die ultimative Lösung – oder besser: Ausrede. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht irgendjemand erzählt, wie sehr er oder sie von der Finanzkrise betroffen sei. Von der Hausfrau bis zum Manager, sie alle können nicht mehr so wie sie wollen. „Ich habe meine ganz Abfindung verloren, jetzt kann ich doch nicht dem Porsche kaufen.“ Oder: „Wir haben 30 Prozent Umsatzeinbußen, ich muss jetzt erstmal auf unsere Kosten achten.“

Natürlich ist das traurig, und sicher spüren zahlreiche Menschen die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen am eigenen Leibe. Doch noch trauriger ist es , wie viele Leute ihre eigenen Fehler oder Fehlentscheidungen mit der Finanzkrise rechtfertigen. „Wir wollten eigentlich über Weihnachten auf die Malediven“, erzählte mir eine Bekannte. Nun sei „nur“ noch das Allgäu drin. Nee, klar, dabei hätten sie und ihr Mann sich die Fernreise auch ohne Rezession nicht leisten können. Früher wurde mit Statussymbolen geprotzt, heute scheint es schick, von finanziellen Einbußen zu sprechen. Es betrifft ja anscheinend alle, und besser man erzählt, was man sich garantiert geleistet hätte, als einfach mal den Mund zu halten und so zu leben wie zuvor.

Doch neben der Tatsache, dass man die fadenscheinigen Rechtfertigungen, um die niemand gebeten hat, nicht hören möchte, zeigt sich bereits jetzt eine viel erschreckendere Folge. Mitarbeiter, Dienstleister oder Partner werden zu Spielbällen der Entscheider. Diese können nun das durchsetzen, was in Zeiten wirtschaftlicher Stabilität unmoralisch oder schlicht als nicht nachvollziehbar gilt. Jetzt haben wir eine Finanzkrise, und die rechtfertig einfach alles.

Wie gesagt, genügend Menschen und Unternehmen sind tatsächlich betroffen und müssen umdenken. Aber das ist kein Grund für Jedermann, sich wie Finanz-Hypochondrer zu verhalten.

Suche dringend zwei Promotoren

Mittwoch, den 10. September 2008

Wie das Leben so spielt… Die Zeit ist knapp, und ich suche dringend für einen Kunden zwei Promotoren. Gesucht werden ein Mann und eine Frau (20-25 Jahre), die während der OMD Zeit hätten (17., 18.9.). Sie sollten Promotion-Erfahrung haben, Spaß an dem Job mitbringen und “irgendwie” den “Matrix-Style” verkörpern… Denn in diesem Look sind die Kostüme geplant. Freue mich auf Tipps und Anfragen!!

Eine Frage des Stils?

Dienstag, den 2. September 2008

Gestern ging es mal wieder um das Thema IHK. Mit ein paar Kollegen saßen wir zusammen und plauderten über dies und das. Dann wurde es emotional. Die IHK Frankfurt hat ihre Mitglieder zur 200-Jahr-Feier geladen. Und jetzt kommt’s: Eingeladen sind nur Einzelpersonen, ohne Partner oder andere Begleitung. Dafür darf man seinen Fahrer zur Feier auf die Saalburg mitbringen. “Das geht gar nicht. Das ist sowas von stillos”, regt sich ein Herr auf, dessen Frau ohne ihn aber mit einem imaginären Fahrer eingeladen wurde. Dabei geht es nicht um die Tatsache, dass der Fahrer mitdarf. Und auch ein Partner muss nicht auf jede Veranstaltung als Begleitung egladen sein. Aber bei einem Jubiläum? Das ist doch durchaus etwas anderes als ein Networking-Event oder ein offzielle Businness-Veranstaltung. Eine Frage des Stils.

PR und Blogger – eine praktische Annäherung, Teil 2

Freitag, den 18. Juli 2008

Heute war es nun so weit – unsere theoretischen Vorüberlegungen, Blogger anzusprechen, in die Tat umzusetzen. Melanie Huber hat hier bereits unsere Vorgehensweise beschrieben. Insgesamt hatten wir schließlich zwölf Blogger ausgewählt, die kontaktiert werden sollten. Der Grund: sie beschäftigen sich mit Inhalten, zu denen unser Kunde Trendlink thematisch passt, wie etwa neue Unternehmen, Internet-Entwicklungen, Trends und neue Ideen. Unser Kunde hat ein Aktienportal entwickelt, das sich durch eine komplett neue Form der Suche auszeichnet.

Erreichbarkeit

Grundsätzlich unterliegt natürlich jedes Telefonat äußerlichen Einflüssen bzgl. der Erreichbarkeit. Wir haben Sommer und in vielen Bundesländern haben die Ferien bereits begonnen. Deshalb hatten wir mit einer schlechteren Erreichbarkeit als außerhalb der Urlaubszeit gerechnet. Aber die direkten Kontakte lagen bei gerade einmal einem Viertel der Gesamtkontakte. Einerseits liegt es daran, dass einige Blogs unter den Kontaktdaten keine Telefonnummern führen. Andererseits fällt auf, dass ausschließlich die Blogger telefonisch gesprochen werden konnten, die in einer Redaktion tätig sind. Es zeigt natürlich, dass viele Blogs in der Freizeit betrieben werden. Aber zudem bedeutet es, dass unsere ausgewählten Blogger wahrscheinlich alle einem Job nachgehen, bei dem sie nicht kontaktiert werden können oder wollen.

Ansprache

Erste Priorität hatte für uns der telefonische Kontakt, weil er persönlicher ist. Zudem können wir im Gespräch sofort auf Fragen und Anforderungen des Gesprächpartners eingehen. Alle Telefonate verliefen äußerst positiv. Ein besonderer Grund war dabei die Relevanz des Themas. Insofern waren wir durch unsere Vorrecherche gut vorbereitet. Ich habe kurz gefragt, ob bzgl. des Blogs Zeit und Interesse besteht, dass ich ein neues Thema vorstelle. Das ist höflich und spart allen Beteiligten Zeit. Es folgte die Kurzvorstellung und die Frage, ob das Thema von Interesse ist. Dann schlug ich weitere Informationsmaterialien vor. Meine Kontaktpersonen konnten sich das heraussuchen, was sie für sich am wichtigsten fanden. Und genau diese Informationen habe ich zugesendet per E-Mail.

Nach meiner Meinung zahlt es sich aus, niemanden mit Informationen zu bedrängen, weil das eh nur einen schlechten Eindruck hinterließe. Aktives Nachfragen, ob das Gegenüber Interesse an mehr Informationen hat, ist unabdingbar. So bekam ich sehr freundliche und ehrliche Rückmeldungen. Das führte bis zu einem Redakteur, der mich mit viel Charme und Witz auf meinen Fehler aufmerksam machte, ihn in der Mail mit “Sehr geehrter Frau …” angesprochen zu haben. Mein persönliches Fazit daraus: Tippe immer alles per Hand ein und verwende keine automatisierten oder kopierten Ansprachen, um solche Peinlichkeiten zu vermeiden.

Auch die E-Mail-Kontakte habe ich so gestaltet, dass das Thema unseres Kunden kurz in ein paar Sätzen umrissen wurde. Anschließend habe ich gefragt, ob weitere Informationen gewünscht sind. Richtige Texte und Erklärungen versenden wir erst dann, wenn der Blogger es auch wünscht und per Anruf oder Rück-Mail angefordert hat. Damit sich ein Blogger ein vernünftiges eigenes Bild machen kann, habe ich auch “Ross und Reiter” genannt. Ich hoffe aber, dass unsere Haltung zeigt, dass wir niemandem Werbung aufzwingen wollen. Vielmehr sind wir an einem Diskurs mit Bloggern interessiert, die aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrung uns und unserem Kunden wirklich wertvolle Meinungen und Rückmeldungen geben können. Jetzt bin ich sehr gespannt, was uns für Nachfragen und Kontakte in den kommenden Tagen und Wochen erreichen werden.

Pädagogisch wertvoll

Mittwoch, den 16. Juli 2008

Gestern im Biergarten. Ich: „Ihh, schon wieder eine fiese Biene.“ Mein Mann: „Das ist eine Wespe.“ Ich: „Ich kann die immer nicht unterscheiden.“ Er: „Sieht die aus wie Biene Maja?“ Nein. Und endlich weiß ich Bescheid.