Monatsarchiv für August 2008

So ganz anders: Studenten

Donnerstag, den 28. August 2008

Seit wenigen Wochen schule ich nun auch als Dozentin für Personality PR Studenten. Sonst waren es immer Berufstätige, die sich weiterbilden wollen. Ich hätte nie gedacht und habe einfach nicht darüber nachgedacht, dass sich Studenten in einer Lehrsituation ganz anders verhalten. Was mir gleich auffiel – die hören ja gar nicht (alle) zu! Stattdessen wird gequatscht, an anderen Sachen gearbeitet, gesurft oder geschlafen. Ja wirklich, ein Student ist mitten im Seminar eingeschlafen, er hatte wohl zu viel gefeiert am Tag zuvor.

Und dann gehen Studenten viel häufiger zur Toilette, in meinen anderen Seminaren nutzen die Teilnehmer dafür immer die Pausen. Komisch. Als Studentin war ich auch so, aber irgendwie habe ich das wohl verdrängt. Spaß macht es trotzdem. In den Seminaren für Berufstätige ist immer auch ein „Motzer“ oder meist eine „Motzerin“ dabei, die alles besser weiß. Auch das „So mache ich das schon immer, warum soll ich das ändern?“ oder das resignierte „Das kriege ich doch nie durch.“ höre ich von den Studenten nicht. Dafür jede Menge Fragen, die gern auch mal vom Thema ablenken. Da komme ich mir manchmal vor wie die große Tante, die kluge Ratschläge gibt. Da wir ja nicht in der Schule sind, lasse ich alles so ziemlich durch. Letztlich sind sie ja erwachsen und müssen selbst einschätzen können, was wichtig ist und was nicht. Ob das richtig ist?

Offline

Donnerstag, den 28. August 2008

Ein Server der Telekom ist laut Hotline abgeschmiert, und bis ca. 11.30 h wird die Störung wohl dauern. Ohne UMTS-Karten hätten wir hier keinen Internetzugang. Dass solche Gaus noch immer passieren… Und dann auch noch bei der Telekom. Wahnsinn.

Schreiben für’s Web

Freitag, den 22. August 2008

Immer wieder stelle ich fest, dass sich Kunden darüber wundern, dass das Schreiben für das das Internet gar nicht so anders ist als das Texten für klassische Kanäle. Warum sollte es auch? Es geht immer darum, den Leser möglichst schnell für einen Text zu begeistern, zum Lesen und Weiterlesen zu motivieren. Einziger Unterschied: Im Web gibt es viel mehr konkurrierende Angebote, und die nächste spannende Information ist gerade mal einen Link entfernt. Von daher muss sich ein Autor einer noch lesbareren Sprache bedienen, Überschriften wählen, die neugierig machen, nicht um den heißen Brei herum erzählen. Aber ehrlich gesagt erwarte ich das auch von einem gedruckten Text.

Alles andere betrifft weniger den Inhalt eines Textes als die Form. In Text im Internet sollte in „Häppchen“ dargeboten werden, mit Zwischenüberschriften und weiterführenden Informationen, die sich vom eigentlichen Artikel abheben. Multimediale Ergänzungen und lesbare Schriften sollten selbstverständlich sein.

Weitere Tipps geben unter anderem:

Medienlese: Mehr Format wagen!

Der Korsti bloggt: Texte fürs Web optimieren

Text-Gold: Warum ein Online-Redakteur für die Qualität der Web-Site unerlässlich ist

SEO- und Internet-News: Verstöße gegen die Regeln der Web-Usability

Internetmarketing Blog: Wie Sie Ihre Informationen im Web richtig darstellen

Süß und verlockend

Freitag, den 15. August 2008

Andrea hat mich auf die Webseite der Patisserie Walter aufmerksam gemacht. Ein gelungener Auftritt, der Appetit macht. So schön können Produktinformationen sein. Es fehlen nur die Preise, sonst hätte ich gleich geordert.

Glaser reagiert

Freitag, den 15. August 2008

Nachdem Peter Glaser sich nun lange zurückgehalten hat, postet er einen älteren Beitrag von sich – quasi als Antwort darauf, ob man empfangene E-Mails veröffentlichen dürfe.

Gefunden via wirres.

Einige Äußerungen und Argumente Glasers, mit denen er sich vermutlich dafür rechtfertigen möchte, Dettweilers Mail veröffentlicht zu haben:

“E-Mail kann ein kleiner Same sein, der sich innerhalb von Minuten um den Planeten verbreitet und Sturm sät.” - Sie Kann, aber das heißt doch lange nicht, dass man dies aktiv fördern muss.

“Eine der ersten und eindrucksvollsten Erfahrungen, die wohl jeder macht, der mailt und chattet, ist die, wie viel sich doch aus ein paar dürren Zeilen über jemanden herausspüren läßt – wenn man will. Weniger ist mehr.” - Das stimmt. Aber gerade, wenn man sich darüber bewusst ist, sollte man doch in der Lage sein, eine Mail, bei der sich ein Autor im Ton vergriffen hat, nonchalant abzulegen.

“Im Netz können wir erstmals ausprobieren, was geschieht, wenn wir uns unverstellt zeigen.” - Das habe ich schon als Kind ausprobiert und meine Familie bekommt tagtäglich eine Kostprobe davon.

“E-Mail ist eine neue Kommunikationsform, und wir müssen den Umgang mit ihr erst erlernen.” - Wer, wie vermutlich auch Herr Glaser und Herr Dettweiler, E-Mails seit mindestens 15 Jahren nutzt, wird auch in 20 Jahren nicht anders mit ihnen umgehen. Das einzige, was man lernen muss, ist dass meine E-Mail von irgendjemand veröffentlicht werden könnte. Das heißt aber nicht, dass der Veröffentlicher damit im Recht ist.

“Was man in einer E-Mail sagt, sollte man auch in der Öffentlichkeit laut vorlesen können.” - Vorlesen kann man das ja, aber ob man es auch will? Nochmal: Natürlich kann eine Mail in die falschen Hände geraten, an ein Lästeropfer oder die gesamte Internetwelt. Doch würde man ständig daran denken, würde das Mailen doch nur noch halb so viel Spaß machen, die ganze Kommunikation würde ins Steinzeitalter zurück fallen. Alle fordern Dialog, Transparenz und Offenheit, Kritik und raue Töne gehören dann schlicht dazu. Gerade Blogger, Teilzeitblogger und Reputationsblogger sollten das wissen. Ohne Widerspruch und (manchmal auch) Provokation entsteht kein Dialog. Ein Dialog, den doch jemand sucht, der ungefragt eine E-Mail an jemanden versendet.

Mehr mag ich aus dem Beitrag nicht zitieren. Ich möchte auf keinen Fall als Diebin geistigen Eigentums gelten und betone ausdrücklich, dass Urheber der Zitate eindeutig Peter Glaser ist.